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Employer Branding

Praxissemesterbericht 2020

Hallo, ich bin Annika Jerabek. 2020 durfte ich mein Praxissemester bei der OctoCon AG absolvieren.

Auf die OctoCon AG bin ich durch eine Sammlung regionaler Unternehmen meiner Hochschule in Sigmaringen aufmerksam geworden. Nachdem ich mich über die Branche und das Unternehmen informiert hatte, stand mein Entschluss fest. Hier wollte ich unbedingt mein Praxissemester verbringen. Gesagt, getan und abgeschickt war die Bewerbung. Die Rückmeldung vom Unternehmen kam erstaunlich schnell. Das Bewerbungsgespräch fand auch relativ früh statt. Dieses war sehr locker, eher wie ein normales Gespräch. Es wurde erklärt, was das Unternehmen macht und Fragen meinerseits wurden auch super nett beantwortet. Nach dem Gespräch dachte ich „Das wars? Cool, hier will ich hin. Hoffentlich nehmen sie mich!“. Und ich hatte Glück. Nur wenige Tage nach dem Gespräch erhielt ich die Zusage. Die Frage, ob ich annehmen würde, stand für mich nie zur Debatte.

Als ich dann meinen ersten Tag im Unternehmen hatte, war ich natürlich sehr aufgeregt. Schließlich studiere ich BWL und nicht Wirtschaftsinformatik. Aus diesem Grund habe ich damals vermutet, dass ich kaum etwas im Unternehmen verstehen würde. Da lag ich offensichtlich falsch. Im Laufe meines Praxissemesters konnte ich mich durch die angebotenen Unterlagen und die Hilfe von Kollegen in die Materie einarbeiten. Dies war am Anfang mühselig und hat die ersten Wochen des Praktikums in Anspruch genommen hat. Danach ging es aber Berg auf und ich fing an zu verstehen, was meine Kollegen um mich herum eigentlich redeten.

Zum Thema Kollegen. Da das Unternehmen relativ klein ist, kennt man alle Kollegen. Ich wurde super aufgenommen. Die Atmosphäre unter den Kollegen war familiär. Nicht selten stand man in kurzen Kaffee- und Teepausen zusammen in der Küche und sprach über Gott und die Welt, machte Späße oder sprach über Details eines Auftrags. Das war mir persönlich besonders wichtig, weil ich finde, dass man sich nur so in einem Unternehmen wirklich wohlfühlen kann. Besonders genossen habe ich immer die Mittagspausen mit der Assistentin der Geschäftsleitung. Die schönen Gespräche und hilfreichen Tipps fürs Leben fehlen mir auch noch nach dem Ende meines Praktikums sehr. Ich muss sagen, dass ich eigentlich jeden Tag sehr gerne zur Arbeit gegangen bin. Das spricht für sich finde ich!

Während meines Semesters musste ich mich, wie bereits erwähnt, zunächst in die Welt von Microsoft Dynamics Navision einarbeiten. Das war teilweise wirklich deprimierend, weil ich vor allem am Anfang das Gefühl hatte, ich verstehe und kann überhaupt nichts. Mit der Hilfe von meinen Kollegen hat es dann aber doch geklappt, sodass ich konnte selbstständig im System bewegen und die Sachen, die ich suchte, alleine finden konnte. Hier gilt definitiv: learning by doing, denn mit der Zeit wurde es immer besser.

Mein Projekt während des Praktikums war die Erweiterung und Optimierung des Projekts meines Vorgängers Philipp. Hierfür musste ich mich zunächst in seine Dokumente einlesen und die bisher programmierte App verstehen. Nach einigen Besprechungen mit Kollegen und Frank Maier stand das Vorgehen und der Umfang der Erweiterung fest. In der Theorie gut und schön, aber die Umsetzung war halt doch nochmal was ganz anderes. Aber auch hierbei wurde ich bei Fragen immer unterstütz und konnte zu jeder Zeit auf meine Kollegen zugehen und um Hilfe bitten. Trotz der sehr vollen Terminkalender, hat man doch immer Zeit für mich gefunden.

Das technische Design, das ich schreiben sollte, war natürlich auch komplettes Neuland für mich. Technische Details beschreiben und dann noch auf Englisch? Ich bin doch BWL’er! Es war wirklich eine Herausforderung, da will ich nicht lügen. Aber auch das wurde es mit der Zeit definitiv besser. Am Ende war ich erfolgreich und der Programmierer setzte tatsächlich um, was ich mir überlegt und ihm beschrieben hatte. Das Ergebnis der Programmierung habe ich am Ende meines Praktikums noch auf seine Funktion testen können.

Neben meinem Projekt konnte ich auch immer mal wieder meinen erfahrenen Kollegen über die Schulter schauen und hierbei sehr viel lernen. Wirklich super war, dass ich mit den Kollegen zum Go-Live von Navision in einer Niederlassung nach Ungarn fliegen durfte. Auf diesem Weg konnte ich hautnah dabei sein und viele weitere, wichtige Erfahrungen sammeln. Nicht zuletzt habe ich dabei am eigenen Leib erfahren, wie das mit dem Reisen im Beruf des Consultants läuft. Es war eine großartige Erfahrung während des Praktikums, die ich definitiv nicht missen möchte und für die ich sehr dankbar bin. So etwas ist nicht selbstverständlich und ich bin sehr dankbar dafür.

Abschließend kann ich nur sagen, dass sich mein Praktikum bei der OctoCon AG für mich persönlich definitiv gelohnt hat. Ich habe viel Neues gelernt und bin persönlich an den Herausforderungen gewachsen. Ich bin froh, ein Teil des Teams gewesen zu sein und habe die Zeit sehr genossen.

Annika Jerabek